Die Gewinner des Wettbewerbs wurden in den Kategorien Gastronomie, Handel und Handwerk ausgezeichnet. Über 500 verschiedene Kölner Betriebe wurden von den Wählerinnen und Wählern in diesem Jahr insgesamt nominiert.
Kategorie Gastronomie
Gewinnerin: Nina Luig, Köln-Düsseldorfer, KD, Deutsche Rheinschiffahrt
Eine Schifffahrt berührt und begeistert
Seit über 200 Jahren prägen die Schiffe der Köln-Düsseldorfer (KD) das Bild des Rheins. Mit einer Flotte von insgesamt 15 Schiffen, von denen mehrere in Köln stationiert sind, bietet das Traditionsunternehmen Panorama-Linientouren, Dinnerfahrten, Events und Partys auf dem Wasser an – immer mit einer Kulisse, die ihresgleichen sucht. Nina Luig (Foto links) steht seit 2023 an der Spitze der KD. Die erfahrene Gastgeberin aus der 5-Sterne-Hotellerie übernahm die Geschäftsführung mit großer Leidenschaft und dem Anspruch, die lange Tradition des Unternehmens mit frischen Impulsen weiterzuführen. Für sie macht gerade die Verbindung aus Gastronomie und Schifffahrt den besonderen Reiz aus: Das Wasser steht für Erholung, Urlaubsgefühl und emotionale Erlebnisse. Typische KD-Momente entstehen genau dort – etwa wenn die Sonne hinter dem Kölner Dom untergeht und sich dieses Schauspiel vom Schiff aus beobachten lässt. Solche Augenblicke bleiben im Gedächtnis und machen jede Fahrt einzigartig. Gleichzeitig setzt die KD konsequent auf Innovation, greift Trends auf und entwickelt ihr Angebot stetig weiter. Nachhaltigkeit spielt dabei ebenso eine wichtige Rolle wie eine hochwertige Gastronomie und die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern. Im Mittelpunkt steht für Nina Luig jedoch immer das Erlebnis der Gäste. Ihr Ziel ist es, unvergessliche Auszeiten zu schaffen und die KD zu einer echten „Love Brand“ zu entwickeln – einer Marke, die berührt, begeistert und Gäste immer wieder zurück an Bord bringt.
„Der Abend erfüllt mich mit unglaublichem Stolz. In Köln mal eben zu den Besten zu gehören, ist eine Auszeichnung, die ich mir nicht so eben hätte erträumen lassen."
Kategorie Handel
Gewinnerin: Nadine Pick von Spielbrett
Von der Archäologie zum Brettspiel
Nadine Pick (im Foto mit ihrem Sohn) ist mit Gesellschaftsspielen groß geworden – und das im wahrsten Sinne des Wortes. In ihrer Familie gehörten Spieleabende ganz selbstverständlich zum Alltag. Besonders prägend war auch ein Freund ihres Vaters, ein Oberstudienrat, der Spiele sogar im Unterricht einsetzte. Sein Motto: Lernen mit Spielen. Für Nadine wurde früh klar, dass in Brettspielen weit mehr steckt als bloße Unterhaltung. Später studierte sie Archäologie. Doch die Verbindung zur Spielewelt riss nicht ab. Neben dem Studium arbeitete sie im Kölner Geschäft „Spielbrett“. „Das war der beste Job überhaupt“, erinnert sie sich. Aus dem Nebenjob wurde schließlich mehr: Nach ihrem Studium wurde sie schwanger und blieb. Statt die Doktorandenstelle in Damaskus anzutreten, übernahm sie das Geschäft vor rund 20 Jahren. „Spielbrett“ ist eine feste Größe in der Szene. In diesem Jahr gibt es gleich doppelt Grund zum Feiern: Der Laden wird 40 Jahre alt, Nadine selbst 50. Gerade in schwierigen Zeiten zeigte sich, wie wichtig gemeinsames Spielen sein kann. „Während Corona waren wir die echten Gewinner“, erzählt sie. Mit einem Verkaufsstand erreichte das Geschäft viele Menschen. Die Faszination am gemeinsamen Spielen ist über Corona hinaus geblieben. Deutschland gilt nicht umsonst als Spieleweltmeister: Kein anderes Land bringt so viele Gesellschaftsspiele hervor. Auch bei „Spielbrett“ spiegelt sich diese Vielfalt wider. Neben aktuellen Neuheiten finden Kundinnen und Kunden unter über 25.000 Spielen auch Second-Hand-Spiele und ein umfangreiches Antiquariat. „Die alten Spiele wecken bei vielen Kindheitserinnerungen“, sagt die Inhaberin. Das Geschäft hat international großen Zulauf, verschickt Spiele in die ganze Welt und profitiert zugleich von Köln als Touristenstadt. Viele Besucherinnen und Besucher aus dem Ausland kommen in den Laden – und nehmen ein Stück Spielkultur mit nach Hause. Für Nadine Pick ist klar: Spiele verbinden Menschen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Sprache. Und genau das macht ihre Arbeit bis heute so besonders.
„Der Preis ist ein großes Lob. Man kriegt Feedback. Aber so in offizieller Form und richtig dargestellt, wunderbar. Wir denken, dass wir die Welt ein bisschen fröhlicher machen."
Kategorie Handwerk
Gewinner: Das Team vom Sehbegleiter
Gutes Sehen ein Leben lang
Sehbegleiter Bruckmann Augenoptik ist weit mehr als ein klassisches Optikerfachgeschäft – es ist ein Familienunternehmen mit Tradition, Verantwortung und einem klaren Anspruch. Heute wird das Unternehmen in dritter Generation von Oliver Zillger (Foto links) geführt, während Peter Bruckmann (Foto rechts), Sohn des Gründers, weiterhin aktiv mitarbeitet. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist das Team: Erfahrene Mitarbeiterinnen, von denen einige bereits ihre Ausbildung bei Sehbegleiter begonnen haben, sind dem Unternehmen seit über 20 Jahren verbunden. Sie prägen die Qualität und Kontinuität der Arbeit maßgeblich. Vor sechs Jahren verstärkte zudem Augenoptikmeister Tristan Langer das Team – ein handwerklich ausgesprochen talentierter und fachlich versierter Spezialist. Dieser Erfolg ist das Ergebnis echter Teamarbeit.
Seit der Gründung im Jahr 1954 prägt ein Leitgedanke die Arbeit: gesundes Sehen – ein Leben lang. Denn gutes Sehen ist kein statischer Zustand, sondern verändert sich im Laufe des Lebens. Genau hier setzt Sehbegleiter an. Kundinnen und Kunden werden langfristig begleitet und profitieren von regelmäßigen, umfassenden Augenuntersuchungen – vom Kindesalter bis ins hohe Alter. Bereits während seines Studiums sammelte Oliver Zillger im Rahmen eines Praxissemesters Erfahrungen bei Sehbegleiter. Als andere Augenoptiker hörten, dass er dort tätig ist, fiel mehrfach die gleiche Reaktion: „Bei Bruckmann kann man etwas lernen. Der ist top.“ Ein Ruf, der über Jahrzehnte gewachsen ist – und bis heute Bestand hat. Auch Peter Bruckmann steht für fachliche Exzellenz und großes Engagement im Berufsstand. Im Rahmen des 75. Jubiläumskongresses der Wissenschaftliche Vereinigung für Augenoptik und Optometrie wurde er 2024 zum Ehrenmitglied ernannt – eine besondere Auszeichnung für seine Verdienste.
Qualität und Innovationsfreude gehen bei Sehbegleiter Hand in Hand. So gehörte das Unternehmen zu den Vorreitern in Köln bei der Einführung sogenannter Nachtlinsen, die über Nacht getragen werden und tagsüber eine Sehhilfe überflüssig machen. Gleichzeitig endet das Engagement nicht an der Ladentür. Sehbegleiter fühlt sich der Region eng verbunden und unterstützt aktiv lokale Sportveranstaltungen. Für Oliver Zillger steht fest: Familiengeführte Unternehmen sind oft innovativer, mutiger und übernehmen mehr Verantwortung. Seit über 70 Jahren steht Sehbegleiter Bruckmann Augenoptik für Verlässlichkeit, Kompetenz und den Blick nach vorn – mit dem Ziel, Menschen ein gesundes Sehen ein Leben lang zu ermöglichen.